Schamanische Zeremonien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rituale und Zeremonien sind wichtige Wegbegleiter im Schamanismus. 

 

Ein Ritual ist ein nach vorher festgelegten Regeln ablaufende Handlung, die den Menschen aus seiner alltäglichen Zeit herausnimmt und in eine spirituelle Welt eintreten lässt. 

 

In der Welt des Rituals haben wir oft spirituelle und religiöse Erfahrungen, wie z.B. die Begegnung mit Kraftwesen, Ahnen und Kräften, denen wir in unserer alltäglichen Welt selten bewusst sind. Unser Alltagsbewusstsein ist oft nicht auf diese  Kräfte ausgerichtet, sondern auf die Erhaltung unserer Existenz. Damit wir in einem gesunden Gleichgewicht bleiben und einen Zugang zur spirituellen Welt aufrechterhalten feiern wir Rituale und begehen Zeremonien.
Zeremonien und Rituale gibt es in fast allen Kulturen und viele sind schon Jahrtausende Jahre alt. 

 

Begegnen wir uns um ein Ritual oder eine Zeremonie zu feiern, dann ist dies eine spirituelle Herangehensweise an ein Thema mit Hilfe von uns wohlgesonnenen universellen Kräften. 

Wer jetzt aber meint, ein Ritual ist etwas das immer wieder gleich abläuft und deshalb mit der Zeit ein langweilig werdendes Instrument ist, der irrt. Rituale haben zwar immer wiederkehrende gleiche Elemente - aber es lebt auch. Es verändert sich je nach Situation, Thema, Umgebung und Teilnehmer. 

 

Im Schamanismus sind Übergangsrituale, Wandlungsphasen von einer Lebenssituation zur nächsten. Sie wurden oft in einer Gruppe begleitet oder man beging diese Phasen ganz bewusst alleine. 

 

 

 

Schwitzhütte

Eines der bekanntesten Rituale ist das der Schwitzhütte, das Haus der heißen Steine.

Die Schwitzhütte, so wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung bei den Indianern Nordamerikas. Aber in vielen Kulturen der Erde spielt das Schwitzen zur Reinigung eine große Rolle.

Die Schwitzhütte ist eine Zeremonie in der wir Körper, Seele und unseren Geist reinigen, klären, Altes loslassen, evtl. Visionen empfangen und Kraft schöpfen um neue Schritte im Leben zu gehen.

Für mich ist es eine starke und heilvolle Zeremonie, die mich mit meiner inneren und der äußeren Natur tief verbindet.

Die Schwitzhütten die ich aufgieße sind an der Tradition der Lakota angelehnt.

Es sind sehr kraftvolle Zeremonien, die immer gemeinsam mit den Geistern geführt werden.

So geleitet und von den Spirits begleitet, ist jede Zeremonie anderes ganz auf die Bedürfnisse der Gruppe und den Kräften gerichtet.

 

 

Wie sieht eine Schwitzhütte aus?

Sie besteht aus einem Geflecht aus Weiden, die so zusammen gebunden werden, das sie in ihrer Form einer Kuppel oder einem Iglu gleicht. 

Über dieses Geflecht werden mehrere Lagen Decken und bei Regen noch von einer Plane bedeckt.

Im Inneren der Hütte ist es dunkel. In der Mitte wurde ein Erdloch ausgehoben, in das heiße Steine gelegt werden.

Dieses Loch wird ausgehoben, damit wir den Kontakt zu Mutter Erde aufbauen können, sie kann dadurch atmen und mit uns kommunizieren.

Die Erde die beim Ausgraben angefallen ist, wird liebevoll zu einem kleinen Weg geformt und an seinem Ende wird ein kleiner Hügel aus der Erde errichtet. Dieser Altar stellt die Mitte, die Verbindung zum großen Geist, die Einheit dar. 

Der Weg, der noch von Steinen umrahmt wird, ist der Pfad der Geister. Es ist die Verbindungslinie von den Urkräften, den Weg der Steine und der Geister in die Hütte hinein.

 

Die Steine für die Erdgrube werden vor dem Eingang der Schwitzhütte in einem großen Feuer über mehrere Stunden erhitzt.

Der Feuermann/Frau bringt immer eine bestimmte Anzahl (vom Schwitzhüttenleiter vorgegeben) dieser Steine in die Hütte, wo sie mit Kräutern und Wasser begrüßt werden.

Die Teilnehmer sitzen auf dem Boden um die Steinmitte herum. 

Gemeinsam beten, singen, bitten, danken oder schweigen wir. So wie wir es brauchen und die Kräfte mit uns sind.

Mittlerweile haben wir zwei Orte an denen wir Schwitzhütten begehen und ich freue mich darauf bald in meinem Urwege Garten eine Weitere auf zu bauen.

 

 

Wie ist der Ablauf der Schwitzhüttenzeremonie?

Bevor wir gemeinsam in die Hütte gehen binden wir Tabaco-ties. Dies sind Gebete die wir für andere an die Kräfte senden. Der Tabak/Kräuter, den wir in die kleinen Säckchen füllen, sind unser Danke, unser Geschenk an die Geister.

Während dessen entzündet der Feuermann/Frau das große Feuer für die Steine.

 

Wir laden die Kräfte gemeinsam vor der Hütte ein, danach entkleiden wir uns und gehen mit einem großen Handtuch bedeckt in die Hütte.

In vielen Hütten wird weiße Kleidung getragen, wer dies machen möchte, dem steht es natürlich frei bekleidet in die Hütte zu gehen.

 

 

Die Zeremonie der Steinvölker

Die Zeremonie läuft in vier Runden (sogenannten Türen) ab. Jede Runde hat eine ganz bestimmte Bedeutung.

Nach einer Runde wird die Türe geöffnet, frische Luft wird kurz hereingelassen, bei uns wird auch Wasser zum trinken gereicht. Jeder Teilnehmer kann nun entscheiden ob er die Hütte verlassen möchte oder an einer weiteren Runde teilnimmt.

Die Feuerleute bringen jetzt neue Steine in die Mitte. Der erste Stein wird in die Mitte der Grube gelegt, er symbolisiert Mutter Erde. Für die vier Himmelsrichtungen, wird je ein Stein um den Stein in der Mitte gruppiert. Ein weiterer Stein wird auf den Mutter-Erde-Stein in der Mitte gelegt. Dieser symbolisiert den Himmel und den großen Geist.

Die Tür wird wieder herunter gelassen und der Schwitzhüttenleiter(Wassergießer) gießt, je nach Bedeutung der Runde, eine bestimmte Menge Wasser auf die Steine. Der Dampf erfüllt die Hütte, reinigt, klärt uns und trägt unsere Bitten und Danksagungen zum großen Schöpfer.

Nach den vier Türen können nun die Feuerleute noch mit den restlichen Steinen in die Hütte gehen. 

Nach dem Verlassen der Hütte setzen wir uns noch zusammen (Nur wer mag) und essen gemeinsam.

 

"Mit einem schwerem Herzen, voller Angst, 

krieche ich ins Unbekannte.

Dunkelheit und Stille,

umfängt mich in Großmutters Bauch,

Heiße Steine, Kräuter verströmen ihren Wohlgeruch.

Meine Haut beginnt zu brennen,

Tränen rennen über meine Wangen,

Wir rufen die Geister,

bitten alle Kräfte uns zu führen, zu leiten

und unsere schweren Herzen, mit all seinen Zweifeln

und Besorgnissen, den Geist und unseren Körper zu reinigen.

Hitze, Dampf und Enge umklammern mich.

Spüre meine Gefangenheit.

Zeit und Raum lösen sich auf.

Das Atmen fällt immer schwerer,

umso tiefer sinke ich ins Gebet.

Der Tanz der Kräfte beginnt um mich herum.

Der Widerstand in mir wächst und tobt,

meine Zweifel kommen ans Licht.

Ich kämpfe.

Kämpfe den Kampf des Lebens,

den ich immer schon gekämpft habe. 

Verzweiflung!

Tränen beginnen wieder zu fließen, ich beginne zu fließen.

Das wilde, ungestüme der Kräfte packt mich.

Die Kräfte flüstern und raunen " Sterbe, Sterbe"

und ich lasse los und sterbe.

Falle, falle immer tiefer

spür die Kraft in mir.

Meine Hände und mein Herz

sind weit geöffnet.

Tanze innerlich und reite,

reite auf dir mein Geisterpferd, duch die 

dunkle Nacht,

bis der morgen in der Hütte mit mir erwacht.

und es ist vollbracht."

Sternenfrau

 

 

 

Frauen-Rituale

Rituale für Frauen verbinden uns mit unserer schöpferischen Kraft. Schenken uns unsere Wurzeln, die tief im Schoss von Mutter Erde liegen, der großen Mutter, dem Urweiblichen.

Altes Wissen über kraftvolle Rituale für uns Frauen, die die Weiblichkeit nähren und unsere Kräfte und unsere Bedeutung für die Erde stärken, wollen wieder belebt werden.

Unterschiedliche Riten zu bestimmten Jahrestagen und anderen Anlässen wollen wir gemeinsam feiern.

Wie z.B Mondrituale, Tänze, Kräftigungsrituale, Mondhütte, uvm.

 

 

Übergangsrituale

Im Urwege feiern wir vor allem gerne die folgenden Übergangsrituale:

Taufe

Ein neues Erdenkind wird durch alle vier Himmelsrichtungen und seine Kräfte auf unserer großen Mutter Erde Willkommen geheißen. Es wird begrüsst, erhält sein Krafttier, sein Geburtsschild und sein Name wird durch den Wind in alle Richtungen getragen, auf das die Welt weiß unser kleiner Bruder, unsere kleine Schwester ist angekommen und hat von nun an einen festen Platz in unserer Mitte.

 

 

 

 

Pubertät

In unserer westlichen Kultur widmen wir  im Gegensatz zu früher dem Übergang vom Kind zum Jugendlichen nur sehr wenig Aufmerksamkeit

 

Dabei drängen viele  junge Menschen in dieser Phase ihres Lebens nach Halt gebenden Rituale. Dieses Verlangen erkennen wir durch Mutproben, Austesten ihrer Grenzen durch Trinkgelage, Prügeleien usw. Diese Verhaltensweisen sind nicht neu. In vielen Kulturen ist dies Verhalten vor zu finden. In einigen Kulturen wird den Jugendlichen aber ein Rahmen angeboten der ihnen Halt und Orientierung gibt. 

Die Visionssuche ist eins dieser traditionellen Rituale, besonders für Jungen, das den Heranwachsenden  aufzeigt wo ihre Grenzen und Möglichkeiten sogar Potentiale und Talente liegen. 

Rituale zu Beginn der Mondzeit (Menstruation) erleichtern Mädchen oft den Umgang mit dieser neuen Phase des Lebens. Sie erhalten einen natürlichen Zugang zu ihrem Körper und seinen innewohnenden Kräften.

 

 

 

Hochzeit

Sind zwei Menschen bereit, durch die Kraft der Liebe, sich " zu vereinigen" und für einander einzutreten feiern wir Hoch-zeit. Die Hohe Zeit der Liebe.

Es ist ein ganz besonderes Fest der Liebe zweier Menschen. Die Ahnen, die Familie, Freunde und alle Kräfte die bereit sind das Paar durch alle Hoch- und Tiefzeiten zu begleiten werden zu diesem Fest eingeladen und es mit zu gestalten.

In unserem schamanischen Hochzeitsritual begleiten wir die Brautleute liebe- und respektvoll so wie sie es gerne möchten.

Wir möchten Ihnen einen Tag schenken der sie, außerhalb der Standesamtlichen- und kirchlichen Zeremonie (eine schamanische Trauung hat keine Rechtsbindung), mit einer alten Tradition und alten Ritualen den wunderschönsten Tag begehen lässt.

Wenn das Wetter es erlaubt wird das Ritual in der freien Natur vollzogen. Die beiden Brautleute gehen durch einen Blumenspalier zu einem kleinen schamanischenen Altar.

Die liebevolle Vereinigung feiern wir meist durch das Ritual des Handfastings.

Handfasting bedeutet "Hände festhalten". Bei uns werden die Hände in einander gelegt und mit einem Band mit einander leicht verbunden. Liebevolle Worte der Bindung werden gesprochen und die Eheleute versprechen sich die Dinge die sie aus ganzem Herzen wahrnehmen und leben können.

Das Handfasting ist mit den kirchlichen Zeremonien vergleichbar, hierbei versprechen sich die Brautleute vor der geistigen und alltäglichen Welt sich an einander zu binden und für einander liebevoll da zu sein und das leben mit einander zu teilen.

Danach tanzen, trommeln und singen wir um ein schönes Feuer das die Liebe und die Lust der Eheleute anheizt.

Eine schamanische Hochzeit kann auch ganz anders gestaltet werden, ganz nach Wunsch der Liebenden.

 

 

Sterbe- und Trauer-Rituale

Wenn ein Mensch von uns geht ist dies oft mit viel Traurigkeit verbunden. Viele Angehörige, Freunde und Verwandte haben dennoch das Bedürfnis dem Menschen beim Sterben noch einmal nahe zu sein und ihm auf seine letzte Reise zu unterstützen und zu begleiten.

Genau hier beginnen schon schamanische Rituale. Sie helfen dem Sterbenden genauso wie den Abschied nehmenden Menschen los zu lassen und sich dem Tod rituell zu nähern. Auch nach dem die letzte Reise angetreten wurde helfen Rituale den Hinterbliebenen  bei der Bewältigung der Trauer.

Sie haben Interesse an einem Ritual?

Rufen Sie mich bitte an unter: 0160-94104029 . Danke!

Aktuell 2018

Schamanischer Abend

17.01.19

19:00 -22:00 Uhr

 

Ausbildung Holistic Pulsing

25.01. - 27.01.

 

Seelenphönix - Die schamanische Ausbildung

Start: 22. - 24. 02.19

 

 

 


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